Wir freuen uns Ihnen beeindruckende Bilder von unserer Großbaustelle Gerry-Weber-Stadion aus einer besonderen Perspektive zeigen / präsentieren zu können und bedanken uns bei GERRY WEBER WORLD für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung dieser Aufnahmen.
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Auf 28 Metern Höhe: Bei Wind und Wetter werden derzeit sowohl die Dachkonstruktion aus Stahl als auch die 22 Membran-Segel aus textilen Polyesterfasern, die mit PVC beschichtet sind, saniert. Engmaschige Netze sichern die Arbeiter vor dem Absturz. Bislang ist die Baustelle unfallfrei geblieben. | Foto: Jan Dresing
 
Quelle: Westfalen-Blatt  Stand: 13.08.2016

 

Dacharbeiten am Gerry-Weber-Stadion stehen kurz vor dem Abschluss

Halle (WB). Wie Zirkusartisten bewegen sich die Industriekletterer auf 28 Metern Höhe, abgesichert mit engmaschigen grünen und roten Netzen als doppelten Boden. Sie spannen die neuen Dachsegel über das riesige Stahlgerippe – und versetzen das Dach für die nächsten 20 Jahre sozusagen wieder in den Ursprungszustand von 1994 zurück.

Der Schritt »zurück in die Zukunft« ist ein Novum in Deutschland: Noch nie wurde ein Stadiondach in Membranbauweise in dieser Größenordnung saniert. Und dafür wurde in den letzten Monaten allerhand aufgefahren und investiert: 2,2 Millionen Euro kostet das Projekt. Bald sind die Bauarbeiten abgeschlossen. In rund vier Wochen, am 9. September soll das Vorhaben fertig sein.

»Das Dach hat uns tolle Dienste erwiesen«, sagt Geschäftsführer Ralf Weber. Rund 4,5 Millionen Besucher habe es in den 22 Jahren vor Wind und Wetter geschützt. Die Membranen seien dabei regelmäßig vom Materialprüfamt kontrolliert worden, erklärt Architekt Peter Spannhoff. »Vor zwei Jahren haben wir festgestellt, dass wir das Dach aus Sicherheitsgründen sanieren müssen.« Die Planungen für das ambitionierte Vorhaben starteten bereits im Sommer 2015, im Dezember wurden die Aufträge vergeben.
Und nach dem Matchball der diesjährigen Gerry-Weber-Open am 19. Juni, ging alles ganz schnell: Der Center-Court-Rasen wurde herausgebracht, das Stadionrund nahezu gänzlich eingerüstet. Etwa 6.000 Quadratmeter ist die Dachkonstruktion groß. Besonders kennezeichnend für das Stadion sind die 22 großen Segel, die aus einer textilen Polyesterfaser bestehen, die mit PVC beschichtet ist.

Die Membranen werden vom Unternehmen Ceno Tec, einem Spezialisten für textile Architektur und Membranbau, produziert und passend zugeschnitten. »Das Material in kürzester Zeit zu konfektionieren und rechtzeitig zur Baustelle zu bringen, war eine große Herausforderung«, betont Michael Hoffmann von Ceno Tec.

Zur Sanierung gehört auch die Erneuerung des Korrosionsschutzes. Die Gerüstbauer und Industriekletterer der Firma Stromberg Oberflächentechnik aus Duisburg bekämpfen den Rost an den Trägern des Daches. Die Stahlkonstruktion wurde dazu gesandstrahlt und frisch gestrichen. Jetzt erstrahlt das Stadion wieder in makellosem Weiß.

Um Männer und Material auf bis zu 28 Meter Höhe zu bringen, wurde eigens ein Gerüstaufzg installiert. Für die erfahrenen Kletterer dennoch ein entspannter Auftrag, betont Projektleiter Werner Fröhlich von der Firma Stromberg. Das Unternehmen arbeitet auch auf Kül- und Fernsehtürmen in 200 bis 300 Metern Höhe.

Alexander Hardieck, der für das Gerry-Weber-World das Projekt begleitet, zeigt sich zufrieden mit dem raschen Baufortschritt: »Am Anfang hatten wir Glück mit dem Wetter. In letzter Zeit mussten die Arbeiten jedoch teilweise unterbrochen werden, wenn es zu stürmisch wurde.«

Anfang September soll dann auch das letzte der 22 Dachsegel an Ort und Stelle sein, damit am 17. September die Band Silbermond auftreten kann. Das Dach wird dann für kommende Aufgaben gerüstet sein, sagt Michael Hoffmann: »Es hält die nächsten 20 bis 25 Jahre.«

Mit Stadion Miniatur (von links): Werner Fröhlich, Ralf Weber, Peter Spannhoff, Rainer Stromberg und Michael Hoffmann.

Der Umbau in Zahlen

Die Stahlträger wurden mit 24 Tonnen Strahlmittel entrostet und anschließend mit 2,1 Tonnen weißer Farbe lackiert. Insgesamt wurden 120 Tonnen Gerüstmaterial verbaut. 11.000 Quadratmeter beschichteter Polyesterstoff wurden für die Dachsegel zugeschnitten und verbaut. Das entspricht der Fläche von 43 Tennisplätzen. 3.350 Schraubverbindungen wurden erneuert. Für den gesamten Umbau fielen 6.000 Arbeitsstunden an. Bislang ist die Baustelle unfallfrei.

Quelle: Haller Kreisblatt  Stand: 13.08.2016 .

 

Am 17. September 2016 spielt Silbermond in der Eventarena – bis dahin muss alles fertig sein. Unter Volldampf arbeiten Architekten, Ingenieure und Handwerker deshalb daran, dass die Stahlkonstruktion des Gerry Weber Stadions einen neuen Korrosionsschutz erhält. Außerdem wird eine neue Hightech-Folie gespannt.

Die weiße Folie wird von den Industriekletterern installiert. Dazu bewegen sie sich auf den rot-grünen Sicherheitsnetzen. | © Matthias Bungeroth
 
Quelle: NW.de  | Stand: 13.08.2016 15:35 Uhr – Lesezeit: ca. 4 Min.

 

Die Stahlkonstruktion in 28 Meter Höhe erhält neuen Korrosionsschutz / Dazwischen wird Hightech-Folie verspannt

Halle. Diese Frauen und Männer haben echt was auf dem Kasten. Bei strömendem Regen bewegen sie sich wie Gemsen auf den Netzen, die in schwindelerregender Höhe zwischen Stahlträgern gespannt sind. Unter ihnen mit Folien abgehängte Tribünen und der Innenraum des Gerry-Weber-Stadions, in dem seit 1993 eines der besten Tennisturniere der Welt stattfindet und sich bekannte Musikgrößen wie David Garrett, Anna Netrebko, Elton John oder Peter Maffay die Klinke in die Hand geben.

Dass Zuschauer wie Stars in der Super-Event-Arena Ostwestfalen-Lippes nicht nass werden, verdanken sie der einzigartigen Dachkonstruktion aus Folie, die es seit Juli 1993 gibt. „Das war eine visionäre Idee“, schwärmt Ralf Weber, Hausherr und Chef der Gerry Weber World. Denn der durch das Dach erheblich verbesserte Komfort der Arena hat maßgeblich dazu beigetragen, dass in dem bis zu 11.500 Zuschauer fassenden Stadion bis heute rund 4,5 Millionen Besucher gezählt werden konnten.

Wie nötig ein solches Dach ist, zeigt der an diesem Tag nicht enden wollende, ostwestfälische Landregen. Doch dieser bringt die Spezialisten auf der Baustelle nicht aus dem Takt. Weiter wird daran gearbeitet, dass die Stahlträger die das Dach halten, einen neuen Korrosionsschutz bekommen.

Dafür werden zunächst 24 Tonnen Strahlmittel und danach 2,1 Tonnen Farbe verbraucht, wie Peter Spannhoff, Chef des federführenden Ingenieurbüros aus Melle, erläutert. Was hier seit der Auftragsvergabe im Dezember in Planung und Ausführung des Projekts gestemmt werde, nennt Spannhoff „eine gigantische Leistung“. Alleine 6.000 Arbeitsstunden wurden für die Entrostung der gewaltigen Stahlkonstruktion aufgewendet, die das Dach tragen.

Das Projekt ist eine große Herausforderung“, so Rainer Stromberg, Chef der gleichnamigen Firma aus Duisburg, die auf Oberflächentechnik spezialisiert ist. 120 Tonnen Gerüstmaterial mussten verbaut werden, bevor es losgehen konnte. Dieses wurde auf zwölf Hängegerüste verteilt, die am Boden vormontiert wurden. Ein 160 Tonnen Autokran war nötig, um alles an der Fassade anzubringen.

Strombergs Projektleiter Werner Fröhlich: „Das war eine absolute Teamarbeit.“ Für die Montage der Gerüste und Netze zwischen den Stahlträgern, die als Absicherung gegen Stürze über dem Stadion gespannt wurden, wurden Industriekletterer eingesetzt, wie Fröhlich erläutert. Und das alles in bis zu 28 Metern Höhe.

Die Netze werden aber auch von den Experten der Firma Ceno Tec Membrane mit Sitz im münsterländischen Greven als Arbeitsfläche genutzt. Denn sie sind nun dabei, die 22 Segmente zwischen den Stahlträgern wieder mit Hightechfolie zu verspannen, damit es auch in Zukunft nicht mehr ins Stadion regnet.

„Das hält wieder die nächsten 25 Jahre“, sagt Michael Hofmann, Prokurist der Firma Ceno Tec, im Gespräch mit dieser Zeitung. In der Tat hat das PVC-beschichtete Textilmaterial, das hier neu eingesetzt wird, eine ernorme Reißfestigkeit. „An einem ein Meter breiten Membranstreifen können zum Beispiel sechs Porsche Cayenne aufgehängt werden“, so Hofmann.

„Die Zeit ist ein große Herausforderung“, sagt Meike Nieger, Diplom-Ingenieurin bei Ceno Tec, die ständig auf der Baustelle präsent ist. „Der äußere Korrosionsschutz und die Membranmontage laufen gleichzeitig.“ Das habe bislang alles reibungslos und vor allem unfallfrei funktioniert, bilanzieren die Baufachleute.

Alle sind deshalb zuversichtlich, dass das Projekt mit einem Kostenvolumen von 2,2 Millionen Euro pünktlich fertig sein wird. Am 17. September spielt an selber Stelle die Band „Silbermond“.

Das Dach in Zahlen:

  • Überdachte Grundfläche des Membrandaches: 6.050 Quadratmeter
  • Erforderliche Materialmenge zur Erstellung des Daches: 11.410 Quadratmeter
  • Es werden etwa zwei Kilometer Membranseile erneuert
  • Hinzu kommen 3.350 neue Schraubverbindungen

Copyright © Neue Westfälische 2016

 

=> zum Artikel in der „NEUE WESTFÄLISCHE“ Zeitung

=> zum Artikel im „HALLER KREISBLATT“

Quelle: Neue Westfälische  Stand: 13.08.2016 .

 

Halle. Selbst bei Wind und Wetter geht die Sanierung des Dachs des Gerry-Weber-Stadions zügig voran. Sie finden in bis zu 28 Metern Höhe statt. Mitte September soll alles fertig sein.

Pünktlich zum Jahresanfang 2016 geht die überarbeitete Webseite der Stromberg Oberflächentechnik GmbH & Co. KG online. Die Neuerungen sind unter anderem eine verbessere Navigationsstruktur, damit Sie die gesuchten Inhalte besser finden können sowie die Optimierung für mobile Endgeräte wie Ihr Tablet oder Smartphone.

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Viele Grüße,

Ihr Team von der Stromberg Oberflächentechnik

Quelle: NDR.de  | Stand: 07.01.2016 07:53 Uhr – Lesezeit: ca.1 Min.

 

Ein Riesenbottich für eine Riesenmenge Rohöl: Der neue Tank der Firma Total ist am Donnerstag in Betrieb genommen worden. Er steht in Brunsbüttel und kann bis zu 50 Millionen Liter Öl fassen – das entspricht etwa einer Ladung von 2.000 Tankwagen. In Zukunft möchte das französische Mineralölunternehmen darin Öl lagern, das auf der Plattform Mittelplate in der Nordsee gefördert wird.

Wichtiger Standort für Bitumengewinnung

Der Megatank ist das Herzstück eines Investitionsprogramms von 40 Millionen Euro. So viel nimmt die Firma in die Hand, um den Standort Brunsbüttel auf längere Frist zu sichern. Denn aus Rohöl wird Bitumen – eine teerartige Masse, auch Erdpech genannt, die für Straßenbau, Handwerk und Reifenproduktion benötigt wird. Rund 130 Mitarbeiter des französischen Unternehmens arbeiten in dem Werk in Brunsbüttel. Es ist das größte Bitumenwerk Deutschlands.

 

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Quelle: NDR.de | Stand: 18.03.2015 13:57 Uhr – Lesezeit: ca.3 Min. 

Der größte Tankdeckel Schleswig-Holsteins – dahinter verbirgt sich nicht etwa der Weltrekordversuch eines Autoteilezulieferers. Das 300 Tonnen schwere Ungetüm mit einem Durchmesser von 53 Metern soll vielmehr der Deckel für einen riesigen Rohöltank in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) werden. Der Tank wird eines Tages ein Fassungsvermögen von 50.000 Kubikmetern haben. In ihm soll dann Rohöl von der Förderplattform „Mittelplate“ gelagert werden. Doch noch haben die Mitarbeiter der Firma „JPM“ alle Hände voll zu tun, bis es soweit ist. „Für den Tank brauchen wir etwas mehr als ein Jahr vom Auftragseingang bis zur Übergabe an ‚Total'“, sagt Geschäftsführer Ralph Zenk.

Der größte Tankdeckel Schleswig-Holsteins

Größter Öltank Schleswig-Holsteins wird zur Inbetriebname vorbereitet © NDR Fotograf: Jörn Schaar

Noch liegt der größte Tankdeckel Schleswig-Holsteins auf dem Boden dieses Tanks. Mit dicken Schläuchen wird Wasser in den riesigen Behälter gepumpt, damit der Deckel aufschwimmt.

Der Deckel ist das Herzstück

Noch während ringsherum der Tank hochgezogen wird, baut seine Firma im Inneren den Deckel zusammen. „Der besteht aus 90 tortenförmigen Pontonkammern und soll später auf dem Rohöl schwimmen. Die Kammern sind alle flüssigkeits- und gasdicht, damit wir keine Probleme bekommen, wenn ein einzelner Hohlraum vollläuft“, so Zenk. Der Bau geschieht auf provisorischen Stützen, die fest mit dem Tankboden verschweißt sind und später entfernt werden. „Der Deckel bekommt eigene Stützen, damit er nicht auf dem Boden aufliegt, wenn der Tank einmal leergepumpt werden muss“, erklärt Projektleiter Henning Körner. „Deswegen pumpen wir heute Wasser in den Tank, damit der Deckel zum ersten Mal aufschwimmt.“

Zehn Badewannen für einen Millimeter

Seit kurz nach acht laufen die großen Dieselpumpen des Löschsystems von „Total“. Mit einem Druck von acht bar pumpen sie hunderttausende Liter Wasser in den Tank. „Um den Wasserstand im Tank um einen Millimeter anzuheben, brauchen wir ungefähr 2.200 Liter Wasser – das ist ungefähr die Menge, die in zehn Badewannen passt“, rechnet Körner vor. Draußen vor dem Tank kann man jetzt nur warten. Trotzdem sind aus dem Inneren Arbeitsgeräusche zu hören: Da wird gehämmert und geflext. „Wir arbeiten jetzt noch in der Tasse, überprüfen die Schweißnähte und verstärken die Außenwand“. Die „Tasse“ ist im Prinzip ein Auffanggefäß, das außen um den kompletten Tank hochgezogen wird.  „Für den Fall eines Lecks im Tank haben wir so zusätzliche Sicherheit. Da wird im Notfall auch das Wasser der Löschanlage aufgenommen und kann später sicher entsorgt werden“, sagt „Total“-Projektleiter Caglayan Pire.

Nachmittags schwimmt der Deckel

Kurz vor vier ist es, als aus dem Inneren des Tanks die entscheidende Wasserstandsmeldung eintrifft: „Drei Meter Wasserhöhe!“ Jetzt können die Stützen angebracht werden. Das sind etwa drei Meter lange Rohre aus Stahl, die mit vereinten Kräften in die vorbereiteten Muffen geschoben werden. Mit einem etwa fünf Zentimeter starken Bolzen sichern die Arbeiter anschließend die Stützen. „Wir müssen da sehr genau messen, die Stützen müssen so gleichlang wie möglich sein“, so Projektleiter Körner. „Sonst würde das Gewicht des Deckels auf einigen wenigen Stützen ruhen, und das würde den Deckel beschädigen.“

Arbeiten an Deckel- und Riesentank noch bis Ende des Jahres

Rund 120 dieser Stützen müssen die Männer noch einbauen. Dazu arbeiten sie in drei Teams: „Die einen messen, die anderen schneiden auf die richtige Länge zu und das letzte Team stellt die Stützen auf. Dann sind wir in ungefähr einem Arbeitstag damit fertig“, sagt Körner. Wenn alle Stützen eingebaut sind, bekommt der Deckel noch einen großen Dichtungsring. Danach folgt die TÜV-Abnahme und der Außenanstrich. „Bis zum Jahresende muss der Tank einsatzbereit sein“, sagt „Total“-Projektleiter Pire. Dann muss der Nachbartank geleert und auf seinen technischen Zustand überprüft werden. Pire ist zuversichtlich: „Wir liegen gut im Zeitplan.“

 

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